• Jacqueline Kolesch

Hüttenwanderung zum Saisonstart

Aktualisiert: 31. Mai

Voller Vorfreude bin ich am Freitag mit meiner Freundin zu einer Hüttenwanderung gestartet. Wir haben unser Auto beim Gasthaus Bärenfalle in Roßschläg geparkt. Erst ging es für ca. 3km, wie so oft in den Bergen auf einem Forstweg langweilig bergauf. Es wahr für die Jahreszeit übermäßig heiß und wir hatten leider wenig Schatten bis zur Musauer Alm. Dafür wurde das Hochtal immer breiter und der Anblick auf die umliegenden Berge imposanter. Auf der Alm erwartete uns ein frisches alkoholfreies Weizenbier. Die Getränkewahl war nicht besonders schlau, denn auf dem weiteren Weg bis zur @ottomayrhuette zog es uns den Stecker. Immerhin wurde der Weg auf kleinen Pfaden interessanter. Wir waren bei Ankunft fast alleine. Das lag sicher daran, dass die Hütte erst am Vortag in die neue Saison startete. Unsere Hüttennudeln nahmen wir in der nahe gelegenen @fuessener.huette ein und im Anschluss hielten wir in Liegestühlen ein wohlverdientes Mittagsschläfchen.

Zurück in der Otto Mayr Hütte bezogen wir unser Zweibettzimmer unter dem Dach. Wie es sich gehört mit blau-weiß kartierter Bettwäsche. Bis zum Abendessen um 19 Uhr genossen wir auf der Terrasse die imposante Aussicht auf die umliegenden Berge. Wir waren noch recht lange alleine bis eine große DAV-Gruppe anreiste. Endlich war Leben auf der Hütte. Die Jungs und Mädels kümmerten sich am Wochenende um die vielen Reparaturen auf den Wanderwegen und Klettersteigen. Vielen Dank!

Nach dem Abendessen zwischen einerseits einer Mädelsgruppe, einer großen Jungsgruppe und der DAV Gruppe und anderseits einer Familie mit Hund und uns, fielen wir recht früh ins Bett. An Schlaf war nicht so schnell zu denken, da sich einige nicht an die Nachtruhe um 22 Uhr hielten und uns nachts versehentlich im Zimmer besuchten. Klar, dass es sich hierbei um die Jungsgruppe handelte. Draußen regnete es mittlerweile heftig.

Am Samstagfrüh um 7:30 Uhr hörte der Regen mit dem Frühstück allmählich auf. Wir sind dann auch recht zügig gestartet. Die Luft war herrlich frisch und die Wege nicht so schlimm wie wir dachten. Der Regen versickerte schnell im Boden. Die Mädelsgruppe ist kurz vor uns gestartet. Ein paar hundert Meter sind wir noch gemeinsam gelaufen, bis wir sie recht zügig hinter uns ließen. Uns begleiteten bis zum Füssener Jöchle nur Nebelschwaden und hin und wieder in der Ferne ein Geißbock, andere Wanderer waren bis zur @bad_kissinger_huette nicht zu sehen. In dieser Hütte waren wir in einem kleinen Lager mit 6 Betten untergebracht. Wir ergatterten die beiden Fensterbetten.

Nach einer Stärkung mit Spinatknödel erklommen wir mit viel Wind den @aggenstein. Zur Belohnung gab es eine herrliche Rundumsicht vom Tannheimertal bis Forggensee, Hopfensee und Schloss Neuschwanstein. Nach der Rückkehr suchte ich meine Hüttenschuhe, die abhanden kamen bis eine andere Wanderin plötzlich mit meinen Hüttenschuhen in die Stube kam. Das gleiche passierte später einer anderen Wanderin :-) Das Abendessen war wieder vorzüglich, sogar veganer Schokokuchen als Dessert.

Unser Zimmer teilten wir nur mit einem weiteren Pärchen aus Stuttgart. Von den Bettwanzen-Geschichten erzähle ich lieber nicht. Eine schlaflose Nacht stand uns bevor.

Am Sonntag ging der Abstieg über das Vilser Jöchle, Vilseralm zurück zum Parkplatz Bärenfalle. Der Abstieg war mit ca. 1100 Höhenmeter bis zur Vilseralm sehr schön und einsam. Zum Schluß ging es im Tal sehr zäh über Vils und Musau zum Parkplatz zurück. Aber egal wie lange man läuft, die letzten km sind immer zäh.

Es war auf alle Fälle eine traumhafte Tour zum Saisonstart.


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